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Mag. (FH) Walter Wosner

CONTROLLINGBERATUNG - BETRIEBSOPTIMIERUNG - KOMMUNALMANAGEMENT

Thema aktuell – unter der Lupe

 

Immer wieder tauchen bei Klienten gleiche oder ähnliche Themen auf. Oftmals branchenunabhängig. Diese Problematiken möchte ich Ihnen hier gerne vorstellen und der Frage nachgehen, welche rasch wirksamen und einfach umzusetzenden Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen könnten.

Selbstverständlich ersetzt dies kein individuelles Beratungsgespräch (bitte beachten Sie dazu unter „Unternehmen – Rechtliche Hinweise“), aber vielleicht können Sie trotzdem vom Inhalt profitieren.


Gemein- und Fixkosten senken

Zu oft wird die Kostensteuerung von Gemein - und Fixkosten (ein diabolisches Wort für aufrechte ControllerInnen) durch Fortschreibung betrieben. Also gar nicht. -"Wir werden heuer für die Aufwandsart X, Kosten in Höhe von EUR Y haben. Daher schlagen wir für das nächste Planbudget einfach 3 % Inflationsabgeltung dazu."- Doch diese Art von Budgetierung hat nichts mit einer aktiven und unternehmensorientierten Vorgangsweise zu tun. Warum 3 % mehr ausgeben? Gibt es nicht vielleicht die Möglichkeit, Kosten sogar zu senken?

Was kann getan werden:

Feststellung der tatsächlich benötigten Produkteigenschaften
Manchmal werden Leistungen bezogen, deren Charakter zwar überwiegend dem Unternehmensbedarf entspricht aber eben nicht zu 100 % genau. Die Eigenschaften übertreffen oft das erforderliche Niveau. Vielleicht wurde da dem Unternehmen unauffällig etwas "mitverkauft"?
Zur Feststellung des betriebsnotwendigen Optimums gehören folgende Überlegungen: Können bestimmte Nebenfunktionen abgetrennt und weggelassen werden? Welche Auswirkungen hätte dies?
Hinterfragen Sie alle Nebenfunktionen, quantitative und qualitative Merkmale. Beispiel: Was wäre, wenn wir weniger Lagerplatz hätten? Wenn unsere Mitarbeiter/innen für Dienstreisen statt 4-Sterne-Hotels nur mehr 2-oder 3-Sterne-Unterkünfte buchen dürften? Wenn die Haftplicht-Höchstsumme der Betriebsversicherung gesenkt werden würde? Nützen wir tatsächlich alle Software-Lizenzen? Können günstigere No-Name-Druckerpatronen bezogen werden? Warum lassen wir zu, dass beim Kfz-Service nur das teure Marken-Öl, die teuren Originalscheibenwischer usw. verwendet werden? Brauchen wir die aufwändige Verpackung des Lieferanten tatsächlich oder wäre es nicht besser, sie gegen Preisreduktion wegzulassen? Müssen alle Kunden einen Werbekalender bekommen?

Weiterverwertung überflüssiger Funktionen 
Falls Sie unnötige Nebenfunktionen, Größen (Leerkosten) oder Qualitäten nicht abtrennen können, versuchen Sie eine Verwertungsmöglichkeit für Dritte zu finden. Beispiel: Können wir Lagerkapazitäten, Seminarräume vermieten? Können Dritte Interesse an unseren entstandenen Altstoffprodukten (Abfall) haben? Suchen Sie im Internet danach!

Einzelbewertung der Leistungsinhalte 
In Fällen schwer bestimmbarer Produktqualität und Bündelleistungen lassen Sie sich vom Lieferanten die Bestandteile bewerten. Kalkulieren Sie nach. Eventuell können Sie Teile kostengünstiger selbst erstellen.
Beispiel: Was ist der detaillierte leistungstechnische Inhalt der Werbekampagne, der Reinigungsfirma, der Steuerberatung? Kann ein Teil der Leistungen durch uns selbst günstiger erstellt werden? Z. B.: Können wir Werbeflyers selbst oder woanders günstiger drucken? Muss die Reinigungskraft tatsächlich die Blumen gießen und den Geschirrspüler räumen oder kann sich da nicht jemand vom Empfang drum kümmern? Könnten wir nicht die Belege im Buchhaltungssystem selbst vorerfassen? Oder führen Sie erfolgsabhängige Komponenten ein. Das bedeutet, Sie bezahlen eine Leistung nur dann, wenn gewisse Erfolgsfaktoren nachweisbar sind. Etwa Kundenrückmeldungen auf eine Verkaufsförderungsaktion usw.