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Mag. (FH) Walter Wosner

CONTROLLINGBERATUNG - BETRIEBSOPTIMIERUNG - KOMMUNALMANAGEMENT

Thema aktuell – unter der Lupe

 

Immer wieder tauchen bei Klienten gleiche oder ähnliche Themen auf. Oftmals branchenunabhängig. Diese Problematiken möchte ich Ihnen hier gerne vorstellen und der Frage nachgehen, welche rasch wirksamen und einfach umzusetzenden Gegenmaßnahmen zur Verfügung stehen könnten.

Selbstverständlich ersetzt dies kein individuelles Beratungsgespräch (bitte beachten Sie dazu unter „Unternehmen – Rechtliche Hinweise“), aber vielleicht können Sie trotzdem vom Inhalt profitieren.


Finanzschaden vermeiden - Skonti besser nützen
In einer beträchtlichen Anzahl von Unternehmen werden Skonto-Fristen durch langen Rechnungslauf versäumt. In vielen Fällen werden die Standard-Konditionen des Lieferanten (0–3 % Prozent Skonto) verhandlungsfrei akzeptiert. Einige Unternehmen nützen Skonti aufgrund mangelnder Liquidität nicht.
Dies alles geschieht, obwohl der Skonto eine beachtliche Finanzierungskraft darstellt: Beauftragen Sie z. B. ein jährliches Einkaufsvolumen von € 1.000.000,-- und Sie würden bei allen Lieferanten durchschnittlich 2 % Skonto durchsetzen, so könnten Sie damit bereits die Anschaffung eines kleineren Lieferwagens oder den Arbeitsplatz einer höher qualifizierten Halbtagskraft finanzieren.

Was ist zu tun:

Der Eingangsrechnungslauf muss höheres Tempo gewinnen.
Mittels Dienstanweisung ist dafür zu sorgen, dass Eingangsrechnungen fristgerecht vom zuständigen Sachbearbeiter geprüft, freigegeben und an die Zahlungsstellen weitergeleitet werden. Verantwortliche in Buchhaltung bzw. Zahlungsverkehr haben mittels einer Vorerfassung (z. B. durch Bestellanforderung oder Eingangsrechnungslisten) dafür Sorge zu tragen, dass Rechnungen gegebenenfalls bei „Bremsern“ eingefordert werden können.

Konditionen sind immer verhandelbar.
Dabei sind die Einkaufsverantwortlichen in die Pflicht zu nehmen. Diese haben beim Geschäftsabschluss den Skonto aktiv nachzuverhandeln. In einer sorgfältigen Kalkulation des Lieferanten ist der Skonto zumindest im B2B-Bereich immer eingepreist. Ein guter Verkäufer wird einen Geschäftsabschluss wegen eines zu gewährenden Skontos nicht riskieren. Nützen Sie daher Ihre Möglichkeiten!

Nachverhandeln gilt selbstverständlich auch bei Stamm- und Dauerlieferanten.
Falls Sie es noch nicht getan haben, dann legen Sie jetzt eine Liste mit allen Verträgen und deren Kündigungsfristen und -stichtagen an. Dies ist Ihr Terminkalender, um in regelmäßigen Lieferantengesprächen die Konditionen zu schärfen.

Nützen Sie Ihren Kreditrahmen.
Selbst wenn Sie regelmäßig den Kontokorrentrahmen dafür überziehen, Skonto nützen bleibt erste Finanzer-Pflicht. Beispiel: Wenn Sie einen Kreditrahmen mit 15 % p.a. jederzeit vollständig in Anspruch nehmen müssen, dafür aber alle Zahlungen durchgängig mit Skonto-Konditionen von 14 Tage 2 % oder 30 Tage netto bedienen können, so haben Sie darauf eine Jahreskapitalrentabilität von 365/14 Tage = 26,07 genützte Skonto-Zeiteinheiten à 2 % = 52 % vor Kosten des Kreditrahmens, also netto 37 %.